Nach einem warmen Tee am Morgen und einen Blick nach draussen schmierte ich mir mein letztes Frühstücksbrot und machte mich auf den Weg nach Niebüll (Niebüll liegt an der Grenze zu Dänemark von dort fährt auch die Fähre nach Sylt) zu der Station der DRF Luftrettung. Leider spielte das Wetter nicht so mit, es regnete sehr stark was mir aber nicht die gute Laune nahm denn immerhin sollte ich mir heute eine BK-117 der DRF Luftrettung mal genauer anschauen. Die Basis der DRF Luftrettung befindet sich neben dem Niebüller Krankenhaus und besteht aus einem Hangar mit einem kleinen Aufenthaltsgebäude.
Nach einem netten Empfang ging es dann in den Aufenthaltsraum wo ich von einem Piloten begrüßt wurde und ich einige Informationen bekam. Die Station der DRF Niebüll ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang permanent, sieben Tage die Woche mit 3 Mitgliedern besetzt (1x Pilot, 1x Rettungsassistent, 1x Notarzt). Diese sind mit "Piepern" ausgestattet und immer darauf vorbereitet das es jederzeit losgehen kann. In Ausnahmefällen wird auch Nachts geflogen allerdings natürlich nur wenn die Landeplätze wie z.B Krankenhäuser auch mit einer entsprechenden Beleuchtung ausgestattet sind.Das Büro ist mit diversen Flugkarten vom Norddeutschen Bereich geschmückt damit die Crew immer gucken kann wo Gefahren lauern und wo die besten Landemöglichkeiten sind.
Der Hubschrauber vom Typ BK-117 ist sehr gut ausgerüstet sodass selbst Intensivpatienten damit transportiert werden können. Um Pilot bei der DRF zu werden muss man sich schon als fertig ausgebildeter Pilot bei der DRF Luftrettung bewerben, daher sind die meisten Piloten von der Bundeswehr oder Polizei gekommen und haben bei der DRF eine Umschulung auf die diversen Hubschraubermuster gemacht um dann eingesetzt zu werden. Die Anforderungen sind hoch so wird zum Beispiel gefordert das man bis zu 2000 Flugstunden nachweisen kann. Der Hubschrauber wird größtenteils von den Piloten selber gewartet was nicht immer selbstverständlich ist, viele Firmen haben Mechaniker die immer vor Ort sind. Bei größeren Inspektionen oder Eingriffen ist natürlich ein Mechaniker vor Ort, es sind jeweils 2 Mechaniker für den Norddeutschen und für den Süddeutschen Bereich tätig.
Die DRF Luftrettung finanziert sich zum großen Teil mit Spenden aus der Zivilbevölkerung. Man brauch kein Fluggerätemechaniker oder Mathematiker zu sein um auszurechnen das ein Hubschrauber im Rettungseinsatz eine Menge Geld kostet und das natürlich irgendwo her kommen muss, deshalb sind die Mitarbeiter der DRF Luftrettung um jede Spende dankbar die man ihnen zukommen lässt. Nicht zuletzt um weiterhin Menschenleben zu retten, Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang 365 Tage im Jahr.
Zu erreichen ist die Interneseite der DRF Luftrettung unter folgender Internetadresse: http://www.drf-luftrettung.de/